Antragstellung

In kindschaftsachen als Amtsermittlungsverfahren nach §§ 23 ff ist kein förmlicher Antrag im Sinne des 253 II ZPO notwendig ist. Es ist ausreichend das angestrebte Ziel des Verfahrens darzustellen. Ein Sachantrag ist durch das Gericht so auszulegen, dass er nach Möglichkeit zu dem erstrebten Ergebnis führt (Familienrecht, kommentiertes Vertragsformularbuch, Brandstein § 23 FamFG Rn 9)

Bindungstoleranz

Bei Gesamtwürdigung dieser Umstände beruhen die Einschränkungen der Bindungstoleranz des
Vaters jedenfalls nicht auf sachfremden Erwägungen.

Beweiserhebung

Eine Aufklärungs- und Ermittungspflicht des Gerichts besteht nur, soweit das Vorbringen der Beteiligten und der Sachverhalt
dazu Anlass geben (BGH vom 17.02.2010 XII ZB 68/09)

 An Beweisanträge ist das Gericht nicht gebunden, sondern hat nur zu prüfen, ob sie im Rahmen der Amtsermittlungspflicht Anlass zu weitergehenden Ermittlungen bieten. Solche Anhaltspunkte bestehen nicht wenn ohne greifbare Anhaltspunkte willkürliche Behauptungen ins Blaue hinein aufgestellt werden (OLG Hamm vom 29.07.2003 – 15 W 22010)- zitert nach (OLG Freiburg Beschluss vom Dezember 2021)